Ehingen wird Modellstadt für Nachhaltigkeit
Oberbürgermeister Alexander Baumann und der EnBW-Vorstandvorsitzende Hans-Peter Villis haben am 13. Juni den Startschuss für das Pilotprojekt „Nachhaltige Stadt – Wirtschaftsstandort Ehingen“ gegeben.
„Wir wollen den Erfordernissen der Zeit gerecht werden und die Zukunft der Stadt Ehingen gemeinsam mit den Bürgern und den örtlichen Unternehmen nachhaltig gestalten, damit die Attraktivität der Großen Kreisstadt erhalten und weiter ausgebaut werden kann,“ erläuterte Oberbürgermeister Baumann bei der Pressekonferenz im Sitzungssaal des Rathauses. Mit der EnBW hat Ehingen einen Partner mit im Boot, der mit der Stadt schon lange verlässlich zusammenarbeitet. Zusätzliche Sachkompetenz kommt von der Hochschule Biberach, die beim Auftakt von Rektor Professor Dr. Thomas Vogel vertreten wurde, der OB Baumann stellvertretend für die Bürger und den Gemeinderat zu dem Schritt gratulierte. Dass bei diesem Thema der Gemeinderat, die Politik und die Verwaltung an einem Strang ziehen, zeigt der einstimmige Beschluss des Gemeinderats vor einigen Wochen für dieses Pilotprojekt. Auch Anton Guggemos, Geschäftsführer der Ehinger Energie, unterstrich als lokaler Stromversorger seine Bereitschaft, mit Engagement am Projekt mitzuwirken.
Dabei startet Ehingen nicht von null, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Bereits jetzt betätigt sich die Stadt in vielen Bereichen der Energieeffizienz und alternativen Energien. „Wir wollen auch als Wirtschaftsstandort in dem Projekt unterwegs sein“, unterstrich OB Baumann die wesentliche Rolle der Ehinger Unternehmen und Gewerbetreibenden, um die Energiewende auf örtlicher Ebene umsetzen zu können. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern“, erklärte Hans-Peter Villis. „Die Kommune mit den Partnern vor Ort und die EnBW wollen gemeinsam Lösungen für einen nachhaltigen Wirtschaftsstandort erarbeiten und umsetzen“. Dabei spielt die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eine ganz wesentliche Rolle. Im Vorfeld der Pressekonferenz erklärte Alfons Köhler, Moderator der Lokalen Agenda: „Über die Lokale Agenda 21 Ehingen wollen wir die Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg zur nachhaltigen Stadt mitnehmen. Gemeinsam gilt es, Gedanken zu entwickeln, Konzepte zu erarbeiten und mit allen am Prozess beteiligten gleichberechtigt zu diskutieren. Oberbürgermeister Alexander Baumann kann sich beispielsweise eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Auftakt gut vorstellen.
„Ehingen macht sich nach Leutkirch als zweite Stadt im Land auf den Weg, eine klimafreundliche und energieeffiziente Stadt zu werden, „ so Landrat Heinz Seiffert, Verbandsvorsitzender der OEW. Er sicherte die Unterstützung der OEW zu und zeigte sich überzeugt, dass dieses Projekt auch in Ehingen zu einem Erfolg wird, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.
Zunächst soll mit der Beteiligung der Bürger, aber auch des Ehinger Handels und der örtlichen Unternehmen, ein Leitbild erstellt werden, wie die Zukunft aussehen soll. Ziel ist ein Konzept für ein nachhaltiges Ehingen. Mögliche Projekte müssen für den Bürger sichtbar gemacht werden, damit er sehen kann, wo er sich einbringen kann. „Ehingen wird seinen ganz speziellen Weg in Richtung Nachhaltigkeit finden“, zeigt sich OB Baumann überzeugt. Den nachfolgenden Generationen sollen keine Lasten, sondern Nutzen auferlegt werden.
