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Sammlung Widmer

Hermann Widmer wurde am 1. Februar 1871 als Sohn des Hutmachers Johann Widmer und dessen Ehefrau Emilia Sophie, geborene Eikhoff, in Ehingen geboren.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt er in den Jahren 1890/91 an der Kunstgewerbeschule Mainz.1891 bis 1894 besuchte er die Kunst- und Kunstgewerbeschule in Breslau. Im Anschluß daran übersiedelte er nach Berlin und unternahm Reisen nach Italien und Frankreich. Widmer lernte dort die damals aktuellen Geistes- und Kunstströmungen sowie einen Teil ihrer namhaftesten Vertreter kennen. Er nahm Malunterricht und verdiente seinen Lebensunterhalt als Kunstgewerbler. Daneben war Hermann Widmer lange Jahre für die Druckindustrie tätig.
Aus diesen Jahren rührt nicht zuletzt seine Vorliebe für das dekorativ Ornamentale.

1898 studierte er an der Akademie in Berlin. 1901 erhielt er in Leipzig die Goldmedaille im Kunstgewerbe. 1903 bis 1909 war er als Meisterschüler wiederum an der Akademie in Berlin. Widmer entwickelte sich in diesen Jahren zum stimmungsvollen Landschaftsmaler und Porträtisten. Später wandte er sich dem Impressionismus zu. Um 1910 war er mit seinem neuen floral-surrealen Stil als selbstständiger Künstler anerkannt, nachdem er sich bereits seit 1901 regelmäßig an der Großen Berliner Kunstaustellung beteiligt hatte. 1923 fand im Rahmen dieser Ausstellung eine große Sonderschau mit seinen Werken statt. Außerdem betraute man ihn, den großen Musiktempel des Berliner Zoos, dessen Einweihung 1925 erfolgte, auszumalen.

1927 erkrankte Widmer an spastischen Lähmungen, die ihm schließlich das weitere Arbeiten unmöglich machten. Von den Nationalsozialisten blieb Hermann Widmer zunächst unbehelligt. Doch bald verschwanden alle Hinweise auf seine expressive Kunst aus den Nachschlagewerken. Da die wirtschaftliche Existenz in Berlin nicht mehr gesichert war, übersiedelte Widmer mit seiner Frau nach Göhren auf Rügen. Dort verstarb er am 18. Juli 1940.

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