Konzeption Kiga

Konzeption der städtischen Kindertageseinrichtungen Mittendrin in Ehingen (Donau) 26 In dieser Phase wird der Zeitraum, den das Kind ohne Elternteil verbringt, kontinuierlich ausgedehnt – immer in gegenseitiger Absprache und an den Bedürfnissen und Signalen des Kindes orientiert. Dauert diese Phase etwas länger, lautet die Devise: „Auch kleine Schritte führen zum Ziel.“ Wichtig bleibt dabei aber die Erreichbarkeit der Eltern, die weiterhin die „sichere Basis“ für ihr Kind sind. Das Kind lernt die anderen Funktions- und Lernbereiche, andere Fachkräfte und andere Kinder mit der eingewöhnenden Fachkraft noch intensiver kennen. Dadurch baut es weitere Beziehungen auf. So gelingt es dem Kind, die täglichen Abläufe in den verschiedenen Bereichen immer besser kennenzulernen und sich daran zu beteiligen. Die Trennungszeiten werden im Verlauf der Stabilisierungsphase solange ausgedehnt bis die geplante Betreuungszeit erreicht ist. Sollte es dazu kommen, dass das Kind sich z.B. nicht mehr von der Fachkraft beruhigen lässt oder sich die Trennungszeit nicht verlängern lässt, so kann es nötig sein, dass in Absprache mit den Eltern die Betreuungszeit vorerst verkürzt werden muss und / oder die Eltern wieder mehr Präsenz im Kita-Alltag zeigen müssen. Abschlussphase Ein gelungenes Ankommen ist erreicht, wenn das Kind die pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung als „sichere Basis“ anerkennt und sich bei Bedarf von diesen trösten lässt. Das Kind hat erlebt und gelernt, dass es auch in unsicheren Situationen wieder zu innerer Stabilität finden kann. Es hat verschiedene Möglichkeiten erlebt, um mit Momenten der Überforderung umzugehen – z.B. durch andere Kinder, Spielmaterialien, etwas zu trinken, die Nähe zu einer Fachkraft. Dies zeigen die Fachkräfte in einer Lerngeschichte auf. Die Kita ist weiterhin ein Ort mit viel Dynamik, an dem es immer wieder neue Situationen und Veränderungen gibt, aber alle Beteiligten haben erlebt und gelernt, wie diese zu bewältigen sind. Der Übergang ist abgeschlossen, wenn das Kind und seine Familie sagen können: „Wir gehören jetzt dazu, die Kita ist jetzt auch unsere Welt.“ Kind und Familie sind mit der Einrichtung, den Menschen dort und den Abläufen vertraut.

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