Konzeption Kiga

Konzeption der städtischen Kindertageseinrichtungen Mittendrin in Ehingen (Donau) 52 9.1 Bad und Wickelbereich Jede Pflegesituation ist für das Kind eine Lern- und Übungssituation für lebenspraktische Kompetenzen. Die achtsame Pflegesituation passt sich an die zunehmenden Fähigkeiten des Kindes an. Eine beziehungsorientierte Pflege erfüllt nicht nur die körperlichen - satt, warm, trocken - sondern auch die seelischen Bedürfnisse des Kindes - beschützt, wertgeschätzt - und unterstützt sein Streben nach immer mehr Selbständigkeit. Bereits auf dem Wickeltisch oder Wickelpodest können die Kinder ausprobieren, wie man eine Windel öffnet und sich an- und auszieht. Das Erfolgserlebnis, etwas allein geschafft zu haben, ist wichtiger als der perfekte Sitz der Kleidung. Beim Anziehen werden nicht nur Bewegungsfertigkeiten geübt, auch andere Dinge sind zu lernen: es gibt einen rechten und linken Schuh, Kleider haben eine Vorder- und Rückseite, Kleiderverschlüsse müssen vorne auf- und zugemacht werden. Im Kindergarten Mittendrin befindet sich auf jeder Etage ein Bad für die Kinder. Dort finden die Kinder Toiletten in verschiedenen Höhen, Waschbecken und jeweils eine Wickelkommode mit ausziehbarem Treppenaufgang. In dieser Wickelkommode sind die benötigten Pflegeutensilien, für jedes Kind einzeln, untergebracht. Die Kinder werden je nach Bedarf von einer Fachkraft in einer ruhigen Atmosphäre gewickelt, hierbei wird auf eine angemessene Privat- und Intimsphäre geachtet. 9.2 Schlaf- und Ruheräume Der Schlafraum ist ein Wohlfühl-Ort, an dem man sich geborgen fühlt. Eine bekannte Umgebung, die mit positiven Erfahrungen erfüllt ist und in der jeder weiß, wo sein Platz ist, die vertraut aussieht, riecht, schmeckt, sich anfühlt, vermittelt Sicherheit und Geborgenheit, die das Kind für den Schlaf braucht. Gemeinsam wird der Schlafplatz bezogen (eigene Bettwäsche, Schmusedecke, Kuscheltier von zu Hause usw.). Dies sind wichtige Spuren der elterlichen Präsenz. Auch das Schlafen in den anderen Räumen ist möglich. Das von den Eltern erzählte Schlafritual wird, wenn möglich, übernommen. Wichtig ist die Nähe der Bezugsperson, die dem Kind je nach Bedarf in der Schlafsituation die Geborgenheit und Sicherheit geben kann, die es zum Einschlafen braucht. Diese Bezugsperson bleibt so lange im Schlafraum bis gewährleistet ist, dass die Kinder schlafen. Es wird regelmäßig nach den Kindern im Schlafraum geschaut. Zusätzlich gibt es in jedem Schlafraum ein Babyphone. Jedes Kind bekommt seine individuelle Schlafenszeit!

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