Konzeption der städtischen Kindertageseinrichtungen Mittendrin in Ehingen (Donau) 87 18 Übergänge gestalten Übergänge sind zeitlich begrenzte Lebensabschnitte, in denen prägende Veränderungen geschehen. Sie sind Phasen, die wichtige Entwicklungsschritte sichtbar machen (z.B. Kindertagesstätte – Schule). Kinder und ihre Familien bringen schon eigene Erfahrungen mit Veränderungen und Übergängen mit. Kinder wachsen heute in einer Gesellschaft auf, in der Veränderungen sowohl auf gesellschaftlicher wie individueller Ebene zur Normalität gehören. Wir sind uns bewusst, dass alle Übergänge auf einer fachlich fundierten Grundlage konzipiert sein müssen. Übergangssituationen erfordern immer die besondere Aufmerksamkeit aller Verantwortlichen, sei es der Übergang von der Familie in die Krippe/Kindergarten, von der Krippe in den Kindergarten, vom Kindergarten in die Schule, von der Grundschule in die weiterführenden Schulen, von der Schule in die Ausbildung und in das Berufsleben. Deshalb gestalten wir eine gute Kooperation mit allen Beteiligten. Den Übergang gezielt mit geeigneten und zwischen den Einrichtungen abgestimmten Maßnahmen zu gestalten, ist wie eine Brücke, die zwischen beiden Institutionen gebaut wird und zwei unterschiedliche Lebensphasen für Kinder und Eltern miteinander verbindet. 18.1 Von der Krippe in den Kindergarten Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben (…) („Stufen“ von Hermann Hesse) Anfangen, Ankommen, Eingewöhnen, Übergehen und Abschied zu gestalten, gehören zum professionellen Alltag einer Kindertageseinrichtung. Wenn die Kinder in die Kindergärten wechseln, dann haben diese bereits den ersten großen Übergang schon sehr gut gemeistert – den Übergang von Zuhause, von der vertrauten Familie, in den Alltag der Krippe. Die Herausforderung und damit große Veränderung ist der Übergang von der Krippe in die Kindertageseinrichtung. Dieser Wechsel ist mit einem Abschied einerseits und einem Neubeginn andererseits verbunden. Eltern wie Kinder müssen sich von den ihnen vertrauten Bezugspersonen, von Spielpartnern und vor allem der vertrauten Umgebung verabschieden. Gleichzeitig müssen sie sich in einer neuen Umgebung auf neue Räumlichkeiten, neue
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