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Ehingen aktuell - Presseberichte

Nachhaltiges Ehingen ist auf einem guten Weg

[Artikel vom 19.08.2020]

Stromnetze sind gut gerüstet für die Zukunft 
Global denken, lokal Handeln – mit diesem Grundsatz hat sich Ehingen im Jahr 2012 auf den Weg in eine verantwortungsvolle, nachhaltige Energiewelt gemacht. In der jüngsten Sitzung der "Nachhaltigen Stadt" informierten Vertreter der EnBW-Tochter Netze BW und der Ehinger Energie über das Stromnetz und den Stand der Maßnahmen, die ergriffen wurden, um dieses fit für die Energiewelt von morgen zu machen. Beide Unternehmen begleiten die Kommune seit Beginn des Projektes, das sich mit Fragen rund um den Ausbau der Erneuerbaren Energien und den dafür erforderlichen Rahmenbedingungen beschäftigt. Mit Blick auf die regenerative Stromerzeugung vor Ort steht die Stadt bereits gut da. Mehr als die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs wird in Ehingen bilanziell durch Erneuerbare Energien gedeckt. Im Laufe des Jahres 2018 haben 1537 Photovoltaik-, fünf Wasserkraft- und 20 Biomasse-Anlagen fast 165 000 Megawattstunden eingespeist. Das sind immerhin 61 Prozent des Jahresverbrauchs der gesamten Kommune. "Das ist für ein Mittelzentrum wie Ehingen mit rund 26 800 Einwohnern, das auch ein wichtiger Wirtschaftsstandort mit zahlreichen Industrie- und Gewerbetrieben ist, ein beachtlicher Wert", freut sich Oberbürgermeister Alexander Baumann.
 
Energiewende findet im Verteilnetz statt
Wichtige Voraussetzung zur optimalen Einspeisung von dezentral erzeugtem, umweltfreundlichem Strom und dessen Weiterleitung sind leistungsfähige Stromnetze. Für die neuen Herausforderungen, die mit schwankenden Stromflüssen einhergehen, sind die Stromnetze in ihrer ursprünglichen Bestandsart nicht ausgelegt und stoßen mittlerweile gerade im ländlichen Raum immer mehr an ihre Grenzen. Darum betont Jürgen Müller von der Netze BW: "Die Energiewende findet im Verteilnetz statt." In den kommenden Jahren sei es zentrale Aufgabe aller Netzbetreiber, ihre Infrastruktur dafür zu rüsten. Das gilt für alle Spannungsebenen.
 
Investitionen in das Stromnetz
Vielerorts wurden und werden bereits Netzverstärkungen durchgeführt, so auch im Raum Ehingen. Hier hat die Netze BW allein in den vergangenen vier Jahren über sechs Millionen Euro in ihr Stromnetz investiert. Dabei wurde die Gelegenheit genutzt, bestehende Freileitungen gegen Erdkabel auszutauschen. „Nach und nach wollen wir den Erdkabelanteil erhöhen, denn Freileitungen sind bei Wetterereignissen störanfälliger, insbesondere im Winter und bei Stürmen“, berichtet Müller. Insgesamt betreibt die Netze BW in 15 Teilorten von Ehingen ein rund 350 Kilometer langes Stromnetz, das auf der Mittelspannungsebene (20 000 Volt) bereits einen Erdkabelanteil von 65 Prozent hat. Bei der Niederspannung (400 Volt) sind es sogar 73 Prozent. Für den ländlichen Raum sei dies ein guter Wert, wie Müller anmerkt. Dennoch plane die Netze BW in den kommenden drei Jahren weitere Erneuerungsmaßnahmen für über 1,7 Millionen Euro. Beispielsweise soll eine zehn Kilometer lange Mittelspannungsleitung zwischen Mundingen und Erbstetten verkabelt werden.
 
Zweigeteilte Gegebenheiten bei der EHINGER ENERGIE
Das Netz der EHINGER ENERGIE ist im Vergleich dazu in einen ländlichen und einen städtischen Teil zu gliedern. Die gesamte Verteilnetzlänge beläuft sich ebenfalls auf rund 350 Kilometer, in deren Ausbau und Erdverlegung im vergleichbaren Zeitraum zirka 2,2 Millionen Euro investiert wurden. Damit liegt der erdverkabelte Anteil bereits jetzt bei mehr als 80 Prozent. Die Herausforderung im städtischen Bereich des Netzes bedingen intelligente kleinräumigere Lösungsansätze. So werden im Bestandsbereich, auch aus Kostengründen, synergetische Lösungsansätze bevorzugt, zum Beispiel Erdverlegungen in Verbindung mit der Glasfaserkabelverlegung für den Breitbandausbau. Dagegen werden in den Neubaugebieten bereits jetzt planerisch Reserveplätze für den Ausbau mit später benötigten Trafostationen vorgehalten. Im Zeitraum zwischen 2000 und 2019 wurden im Netzgebiet der Ehinger Energie rund 710 PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt 16,34 Megawatt (MW) in Betrieb genommen, der stärkste Zubau mit 2,5 Megawatt wurde dabei im vergangenen Jahr 2019 verzeichnet. Diesem starken Zubau und den Herausforderungen der steigenden E-Mobilität gerecht zu werden, dazu gleichzeitig die hohe Netzqualität wie bisher aufrecht zu erhalten, bezeichnet Geschäftsführer Peter Guggemos als die wichtigsten Ziele des Netzausbaus der kommenden Jahre.
 
Große Herausforderungen mit starken Partnern stemmen
Mit dem Modellprojekt "Nachhaltige Stadt" will Ehingen seine Energiezukunft aktiv mit den Akteuren vor Ort gestalten und damit die Attraktivität des Standortes für die Menschen und Unternehmen erhalten und ausbauen. "Es zeigt sich, welch großer Aufwand für eine sichere Stromversorgung betrieben werden muss", sagt Oberbürgermeister Baumann. "Hier in Ehingen sind wir schon ganz gut aufgestellt, es warten aber sicher noch große Herausforderungen auf uns, bis die Energiewende vor Ort vollständig umgesetzt ist." Umso wichtiger sei es, starke Partner wie die Ehinger Energie sowie die EnBW und ihre Tochtergesellschaft Netze BW an der Seite zu haben.

Um regenerativ erzeugten Strom nutzen zu können, ist ein leistungsfähiges Stromnetz nötig.
Um regenerativ erzeugten Strom nutzen zu können, ist ein leistungsfähiges Stromnetz nötig.

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