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Ehingen aktuell - Presseberichte

Nasgenstadt seit 50 Jahren Teilort der Großen Kreisstadt Ehingen

[Artikel vom 08.07.2021]

Seit 50 Jahren ist Nasgenstadt Teilort der Großen Kreisstadt Ehingen.  Diese Eingliederung, die zum 1. August 1971 erfolgte, war Teil einer großen Verwaltungsreform in den Jahren 1971 bis 1975. Als erste von insgesamt siebzehn selbständigen Gemeinden schloss sich Nasgenstadt Ehingen an. Zum 1. Januar 1975 folgte als letzte Gemeinde Rißtissen.
 
Oberbürgermeister Alexander Baumann nahm am 2. Juli an der Ortschaftsratssitzung in Nasgenstadt teil und gratulierte und beglückwünschte den Teilort zur Zugehörigkeit in der Großen Kreisstadt Ehingen. "In den vergangenen 50 Jahren wurde Vieles geleistet, Vieles umgesetzt und Vieles geschafft. Gratulationen und Glückwünsche sind daher durchaus angebracht", so das Stadtoberhaupt.
 
Nasgenstadt ist heute der größte Ehinger Teilort. Zum 1. Januar 1970, also ein Jahr vor der Eingemeindung, lebten 295 Bürgerinnen und Bürger in Nasgenstadt. Bis heute hat sich die Einwohnerzahl auf 1484 ziemlich genau verfünffacht. Nasgenstadt ist aber nicht nur der größte, sondern auch der nächste Ehinger Teilort. Für Fremde und manchen Einheimischen verlaufen die Grenzen fließend. Vor allem im Baugebiet Gollenäcker sind frühere Gemarkungsgrenzen nicht mehr ersichtlich. Dort ist zusammengewachsen, was aus heutiger Sicht auch zusammengehört. Damals wurden über 160 Bauplätze auf Nasgenstadter Seite erschlossen. Eine Größenordnung wie man es sich heute nicht mehr in Teilorten vorstellen kann. In Nasgenstadt war man das aber wohl schon gewohnt: Bereits Ende der 1970er wurden große Baugebiete entlang der Kapellenstraße ausgewiesen.
 
Sicherlich ein sichtbares Zeichen, für die ständige Weiterentwicklung Nasgenstadts, ist der Kindergarten. 106 Jungen und Mädchen können sich hier in vier Gruppen mehr als wohlfühlen. Somit ist der Kindergarten in Nasgenstadt der größte aller zehn städtischen Einrichtungen.
 
Mit dem Möbelhaus Borst, einem Supermarkt oder einem Baumarkt, bietet Nasgenstadt Einkaufsmöglichkeiten mit großem Spektrum. Landschaftlich reizvoll an der Donau und mit Blick auf die Alpenkette, liegt ein Erholungsgebiet direkt vor der Hasutüre.
 
Oberbürgermeister Baumann bedankte sich beim Ortschaftsrat auch für das große ehrenamtliche Engagement im Teilort Nasgenstadt: "Sie als Ortschaftsrätinnen und Ortschaftsräte sind gewählte Vertreter der Bürgerinnen und Bürger aus Nasgenstadt und sind hier stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen im Sportclub, den Fasnetsvereinen, der Theatergruppe oder dem Obst- und Gartenbauverein. Ich danke Ihnen und ermutige Sie, sich weiterhin einzubringen."
 
Geschichtliches: Die ausgesprochen engen Verbindungen Nasgenstadts zu Ehingen reichen sehr weit zurück. So gehörten beide zum Herrschaftsbereich der Grafen von Berg, den Gründern Ehingens, und gemeinsam gingen sie auch 1343/46 in die Hände der Habsburger über.
 
Später, nach 1422, spielte im Ort das Ehinger Hl.-Geist-Spital eine wichtige Rolle als Grund- und Gerichtsherr. Und als die Pfarrei St. Peter und Paul 1482 erworben und zwei Jahre später dem Spital inkorporiert wurde, der Ehinger Magistrat das Patronatsrecht ausübte und den Pfarrer bestellte, war man auch auf geistlichem Gebiet eng verbunden. Einer dieser Nasgenstädter Seelsorger war der gebürtige Ehinger Dr. David Werrer (1695-1765). Er sorgte mit umfangreichen Stiftungen aus seinem Privatvermögen für den Neubau und die künstlerische Ausgestaltung der Pfarrkirche St. Peter und Paul.
 
Für Ehingen, die Stadt und ihre Umgebung, war neben der Donaubrücke in Berg der Übergang in Nasgenstadt von großer verkehrlicher Bedeutung. Hinzu kam, dass die Donau zumindest zeitweise bis hierher als Transportweg von und nach Ulm genutzt wurde.
 
Im Königreich Württemberg, gehörte Nasgenstadt seit 1806 zum Oberamt Ehingen und kam mit diesem 1938 zum Landkreis Ehingen. 1810/11 hatte Nasgenstadt mit Gamerschwang einen gemeinsamen Schultheiß, wurde aber später selbständig und blieb es bis zur Eingemeindung nach Ehingen 1971.

Luftbild von 1931.
Luftbild von 1931.

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